Fahrräder

Im Achilles-Stammhaus in Ober-Politz wurden vor dem zweiten Weltkrieg zusammen mit den drei weiteren Werken jährlich 1,5 Millionen Fahrrad- und Motorradsättel, 70 Millionen Speichen, 1 Million Felgen, 700.000 Garnituren Schutzbleche und über 100.000 Fahrräder gefertigt. Der Krieg vernichtete alles. Nach dem Wiederaufbau startete die Fahrradproduktion bei Achilles in Langewerth in großem Maßstab ab 1949. Erst stellte man nur Fahrradsättel und Gepäckträger her, nach weiterer Genehmigung kurze Zeit später auch komplette Fahrräder. Achilles produzierte auch Rahmen für die Marken „Traber“, „Standard“ und „Elbkrone“. Ab 1950 begannen die Werke ihre Produktion motorisierter Fahrzeuge mit dem Bau eines Fahrrads mit Hilfsmotor.
Anfang des Jahres 1950 lagen die monatlichen Produktionszahlen bei 900 bis 1.000 Fahrrädern, 5.000 Fahrradsätteln, 1.000 Vorderradgaben und 10.000 Gepäckträgern in einem Gesamtwert von circa 135.000 D-Mark. Die Produktion in Langewerth war im Vergleich zu den Achilles-Werken im Sudentenland vergleichsweise klein, und auch die Palette der angebotenen Fahrradmodelle war geringer.

Da die entsprechenden Kataloge und Prospekte nie einem speziellen Modell zugeordnet sind, wie zum Beispiel bei den Mopeds, sind die Unterlagen am Ende der Seite in einer Galerie zusammengefasst.

HerstellerAchilles Werke A. Schneider & Co. in Ober-Politz
Baujahr1934
EmaillierungRahmen und Gabel tiefschwarz
Felgen und BlecheSchwarz emailliert mit 3 Streifen
ModellDamenrad "Achilles Original"
HerstellerAchilles-Werke-West GmbH, Wilhelmshaven-Langewerth
Baujahr1950
RahmenAussen gelötet
ModellDamen-Tourenrad Modell 12
HerstellerAchilles-Werke-West GmbH, Wilhelmshaven-Langewerth
Baujahr1953
StrahlenkopfZweifarbig geflammt
ModellHerren-Tourenrad „Luxus“ Model 2 mit 3-Gang Schaltung
HerstellerAchilles-Werke-West GmbH, Wilhelmshaven-Langewerth
Baujahr1953
StrahlenkopfZweifarbig geflammt